Wintersilben

 

Des Winters leiser Schmerz, mein Herz mit Wehmut füllt.

Lausch' die Äste knistern, wie ruhig schläft der See,

Zu meinen Füssen ragt 'ne Christrose im Schnee.

Starr liegt der Gedanke, tiefst mit Stille umhüllt.

Wie sprachlos ich oft stand im finsteren Gewächs

Des heimlichen Geschwätz', als Vater mit "nee nee"

Mir um die Nase fuhr, Mund mit Honig schmierte,

Es rasen nun die Worte, es brüllt in mir die Hex'!

Komm herein, Du Kleine, fülle deine Träume

Mit Liebe, zarter Frucht! Lügen ich umsäume!

Dem Schweigen mach' ich Bein'!Des Kuchen alt' Rezept

Zeig ich Dir nun den Trick: Lass rollen die Träne

Wie der Zucker im Guss, nach morgen dich sehne

Und die Trauer vergiss, sei dein süsses Präzept!

 

Den 16. Dezember,

Christiane Kuhk